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Erstausstrahlung: Sonntag, 13.11.22, 21:05 Uhr

Yoyogaga: „Beherrsche die Welt – Genesis 5/5 (Klezmer Revolution)“

Im Gegensatz zum Tier hat der Mensch einen freien Willen. Damit kann er sich selbst überwinden, im Guten wie im Schlechten. Er kann den inneren Schweinehund genauso überwinden, wie er auch sein Gewissen überwinden kann. Und weil der Mensch so frei ist, dass er sowohl über sich selbst hinauswachsen wie auch unter sich selbst hinabsinken kann, braucht er Gesetze als Leitplanken für sein freies Handeln. Das entnimmt dem Schöpfungsbericht, wer die Allegorik beherrscht. Rätsel, wie die Sache mit Adams Rippe, bleiben zwar vorerst ungelöst, aber dafür entschlüsselt Andreas Thiel in seiner 21. Sendung weit gewichtigere Wortbilder wie den Satz: „Macht euch die Erde Untertan“.

Kommentare
Ruth
Sehr geehrter Herr Thiel, es geht noch weiter: Wo haben Sie das mit dem Fell und Knochen her? Vgl. Gen 3,21 Gott machte ihnen Röcke von Fellen, kein Wort von Knochen. U sie werden erst bekleidet, nachdem sie vom verbotenen Baum gegessen haben. Denn da bemerken sie auf einmal, dass sie nackt sind. Und es steht auch nirgends, dass Gott die Erde erst nach der Vertreibung aus dem Paradies geschaffen hätte. Wer Geschichten deuten möchte, sollte doch nichts verwirren oder dazu tun, oder? Sonst wird es ja eine andere Geschichte. MfG, Ruth

Ruth
Sehr geehrter Herr Thiel, lausche mit Interesse Ihren Ausführungen. In dieser Sendung entfernen Sie sich aber leider sehr weit vom gegebenen Text. Bei dem Gesetz, das von Adam und Eva übertreten wird, handelt es sich um Gottes Gebot, dass sie nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen dürfen (Gen. 2,16-17). Adam wird aus dem Staub des Bodens geschaffen (H127 u H6083, Gen 2,7). Es ist nicht das gleiche Wort wie in Gottes Auftrag, dass die Menschen die Erde (H776) beherrschen sollen (Gen 1,26 u Gen 1,28). Bitte überzeugen Sie sich selbst: https://www.blueletterbible.org/kjv/gen/2/1/s_2001. Wenn Sie beim betreffenden Vers auf Tools klicken, haben Sie Zugriff auf den hebräischen Urtext sowie dessen Übersetzung (H-Nummern von Strong). Desgleichen wundere ich mich, dass Sie die Geschichte nicht so stehen lassen können wie sie da steht und unbedingt eine andere Geschichte, nämlich den Stand der heutigen "Wissenschaft" bzgl. der Entstehung des Menschen bemühen müssen... MfG Ruth

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  • Yoyogaga: „Erleuchtung, Buddhismus und Gehirnforschung (Chopin, ABBA)“
    05.02.2023 20:05

    Nach einer einleitenden apokalyptischen Meditation korrigiert der humorvolle Schweizer Philosoph Andreas Thiel mit Hilfe der Gehirnforschung den buddhistischen Irrtum einer non-dualen Welt und erklärt, weshalb und wozu wir träumen. Mit dem Bogen, den er über mehrere Sendungen von der Beherrschung der Triebe über die Beherrschung des Bewusstseins spannte, schießt er sich hier auf ein finales und höchst anspruchsvolles Ziel ein: die Beherrschung des Unterbewusstseins.

  • Yoyogaga: „Die innere Waage (Schubert, Köbernick)“
    29.01.2023 20:05

    Ein Verlust der Selbstbeherrschung führt unweigerlich zum Bedürfnis, andere zu beherrschen. Machtgier ist ein Grundübel in dieser Welt von Unbeherrschten. Je mächtiger ein Mensch wird, desto unfreier ist er, denn umso mehr wird er beherrscht von seiner Machtgier. Selbstbeherrschung wiederum setzt eine Beherrschung des Bewusstseins voraus. Der Schlüssel dazu ist die Meditation. Aber was ist Meditation? Andreas Thiel meditiert über das Heu, die Kühe und das Bauernhaus.

  • Yoyogaga: „Die Beherrschung des Bewusstseins (Chopin, ABBA)“
    22.01.2023 20:05

    Wenn sich ein Auftragskiller beim Blick durch das Zielfernrohr in sein Opfer verliebt, hat er ein schlechtes Timing, was daher rührt, dass er sich nicht selbst beherrscht, sondern von einer Leidenschaft beherrscht wird, was ihn nicht nur unprofessionell erscheinen lässt, sondern auch unfrei macht. Andreas Thiel sinniert bei seinem sonntäglichen Kamingespräch darüber nach, wie man seine Gedanken und damit sein Bewusstsein beherrscht.

  • Yoyogaga: „Selbstbeherrschung bedeutet Freiheit und setzt Urteilsvermögen voraus (ABBA)“
    15.01.2023 20:05

    Wer die Dinge beurteilen können will, muss bereit sein, sie eingehender zu betrachten. Andreas Thiel erklärt, wie man als Veganer mit Verstand Tiere verspeist, alte Schnäpse mit noch älterem Eis kühlt und Konfuzianer mit Tee sokratisch unter den Tisch trinkt.

  • Yoyogaga: „Nackte Frauen verstehen lernen (Chopin)“
    08.01.2023 20:05

    Wie beherrscht man seine Triebe? In seiner zweiten Sendung zu dieser weltumspannenden und geschichtsträchtigen Frage relativiert Andreas Thiel den Veganismus, den Kannibalismus und den Tibetischen Buttertee, lobt dafür den Balinesischen Dschungelhermelin und die Verbreitung von Sturmgewehren in Schweizer Haushalten, und das alles bloss, um zu erklären, wo angesichts einer nackten Frau die Konsequenz aufhört und der Dogmatismus beginnt. Gemessen an ihrer Selbstbeherrschung steckt die Menschheit noch in Kinderschuhen.

  • Yoyogaga: „Wie beherrscht man seine Triebe?“ (ABBA)
    01.01.2023 20:05

    Triebe darf man nicht unterdrücken. Wer seine Triebe unterdrückt, versenkt sie bloss ins Unterbewusstsein und entzieht sie damit der Kontrolle des Bewusstseins, wodurch die Triebe unberechenbar werden. Östliche Philosophien leiten dazu an, Triebe nicht zu unterdrücken, sondern zu beherrschen. Der Schlüssel zur Beherrschung der Triebe liegt in unseren Sinnesorganen. Gewohnt, die Welt durch die Brille des Allegorikers zu betrachten, zeigt Andreas Thiel, wie die Beherrschung der Triebe im Alltag Raum schafft für spontane geistige Höhenflüge.

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