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Erstausstrahlung: Donnerstag, 24.11.22, 20:05 Uhr

Unter Freunden: „Mit Mut und Eigensinn gegen die Quote“

Der Philosoph und Sachbuchautor Alexander Ulfig ist in geistiger Nähe zu Immanuel Kant aufgewachsen und hat in seiner Heimat Schlesien Erfahrungen gemacht mit einem Weltbild, das sich am Kollektiv orientiert und das Individuum unterordnet. Das hat ihn zu einem entschiedenen Gegner von Quotenregelungen gemacht und hat ihm deutlich gemacht, welchen Wert Individuen haben, die sich für andere engagieren, und wie Ausnahme-Künstler wie Jimi Hendrix dabei als Vorbild dienen können. Er erzählt außerdem, was man von den Dissidenten in Polen und von deren Methoden lernen kann.

Kommentare
germainer
"High noon" ist für
mich irgendwie ein überschätzter Film, viel zu holzschnittarti g, "tiefschürfend". Da bettelt ein Sheriff den ganzen Film über vergeblich um Hilfe, für eine Arbeit, von der sich letztlich herausstellt, daß er sie auch (fast) im Alleingang schafft -
einmal abgesehen von Grace Kelly. Es trieft. Das genaue Gegenstück legt Howard Hawks mit "Rio Bravo" hin. Ein Sheriff wehrt die ihm angebotene Hilfe ab ("nur eine Zielscheibe mehr"), für eine Arbeit, von der sich zeigt, daß er genau hierfür Unterstützung braucht - und sie am Ende auch bekommt. In diesem Streifen agieren "echte" Menschen, weniger Demonstrations-puppen.

germainer
Ergänzt sei, daß Roth an dieser Stelle von sich als ganz jungem Menschen
spricht - quasi noch
ein "Kind".

germainer
In seinem Buch "Orkus - Reise zu den Toten" des im Februar ge-/verstorbenen Schriftstellers Gerhard Roth findet sich der bemerkenswerte Satz: "Die Werke dieser Autoren [gemeint sind u.a. Melville, T.S.Eliot,James Joyce] erschlossen sich mir sofort und vollständig über das
Nichtverstehen." So viel zum Lesen, dem Alter und vom "Verstehen" - und nicht zuletzt von Kant.


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  • Unter Freunden: „Blauer Dunst und grüner Rauch“
    02.02.2023 20:05

    Zwanzig Jahre lang hat er täglich Cannabis geraucht und von einem Tag auf den anderen damit aufgehört und wieder angefangen zu träumen. Seine Auffassung, dass man Cannabis nicht verbieten sollte, hat er deshalb nicht geändert. Nach wie vor schreibt er unter den Namen „Matthias MZE Meyer“ und „Matze“ engagierte Artikel zum Thema. Wir unterhalten uns über Sucht und Rausch, über die Schädlichkeit und Erhabenheit des Rauchens von Nikotin und über die Träume und Hoffnungen der „Biokiffer“, die zukünftig ungestraft Cannabis konsumieren wollen.

  • Unter Freunden: „Von der Feinstaubpolizei zur Jazzpolizei“
    26.01.2023 20:05

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    19.01.2023 20:05

    Jens Fischer Rodrian, der in den USA das Musikgeschäft kennengelernt und in Deutschland seinen eigenen Stil gefunden hat, musste sich bisher drei Bewährungsproben stellen, so wie es in letzter Zeit alle Künstler, für die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit weiterhin gültige Ideale sind, tun mussten. Wie sollte er sich zu Corona verhalten? Wie zum Krieg in der Ukraine? Wie zum Fall Julian Assange? Er berichtet vom Widerstand im Lockdown, von seiner Aktion „Friedensnoten“ und von den Konzerten für Julian Assange ­– der offenen Wunde der westlichen Werte.

  • Unter Freunden: „Die neue Sprachverwirrung“
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    Wir wissen nicht mehr, wie wir sprechen sollen. Wir leiden unter den Zumutungen der Gender-Aktivisten, unter Manipulationsversuchen und unter dem Wiederaufleben von Staats-Propaganda, die wir eigentlich für überwunden gehalten hatten. Der Sprach-Coach Dr. Jens Kegel hat sich jahrelang speziell mit Joseph Goebbels beschäftigt, hat als Ossi Déjà-vu-Erlebnisse und kommt in einem unter diesen Umständen überraschend lockeren Gespräch zu dem Fazit, dass wir die ersten Schritte hinein in ein totalitäres System bereits getan haben. Wir sehen uns einige Worte genauer an: „Impfung“, „Aktivist“, „Antifaschist“ – und wir versuchen, sie zu entlarven. 

  • Unter Freunden: „Wir sind keine Maschinen!“
    05.01.2023 20:05

    Doch leider liegt der „großen Transformation“ ein Menschenbild zugrunde, das uns als leblosen Mechanismus ohne geistige Dimension betrachtet und mit dem Gefühl zurücklässt, wir wären „Ikonen einer längst vergangenen Zeit“. Bernhard Lassahn spricht mit Leon Wilhelm Plöcks über die Gefahren, die im Transhumanismus und im Posthumanismus lauern – aber auch darüber, wie wir uns den Entwicklungen, die sich schon lange abgezeichnet haben, entgegenstellen können: durch Innehalten, durch Immunisierung gegen Manipulation, durch Gewahrsein und durch ein Bemühen um Transzendenz. Also: bleiben wir optimistisch, besinnen wir uns auf unser Menschsein. 

  • Unter Freunden: „Heinz Erhardt – wie wir ihn noch nicht kannten“
    29.12.2022 20:05

    Ein Glücksfall: Die japanische Konzertpianistin Chie Ishii lernt Marita Malicke kennen, eine der Töchter von Heinz Erhardt, von dem sie noch nie gehört hatte. So kommt sie an bisher unbekannte Noten aus dem Nachlass und lernt über den privaten Zugang – ohne irgendwelche Vorbehalte zu haben – Heinz Erhardt als ernsthaften Künstler kennen, als eigenständigen Musiker, als feinen Poeten und als großen Humoristen. So schenkt sie uns mit ihren Programmen einen neuen Heinz Erhardt und erinnert daran, dass der Frohsinn eine ernste Sache ist und dass wir das Ernste nicht tragisch nehmen sollen. 

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