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    Dienstag, 25. Juni 2024, 5:05 Uhr
    Dienstag, 25. Juni 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 25. Juni 2024

    Marcel Joppa im Gespräch mit Collin McMahon, Manfred Haferburg und Marcel Luthe – Kontrafunk-Kommentar: Uwe Jochum
    • In dieser Ausgabe sprechen wir und mit dem ehemaligen Berliner Landespolitiker Marcel Luthe, Vizepräsident der NGO Deutsch-Afghanische Gesellschaft, über die durchaus möglichen Abschiebungen afghanischer Straftäter. Warum die Genehmigungsverfahren für den Rückbau deutscher Atommeiler plötzlich viel schneller gehen als in der Vergangenheit, erläutert der Kerntechniker Manfred Haferburg. Über die jüngste Londoner Konferenz zur Meinungsfreiheit und gegen die Zensurbestrebungen der Regierung berichtet der Buchautor Collin McMahon. In seinem Kommentar beschäftigt sich Uwe Jochum schließlich mit der massenhaften Migration nach Deutschland und welche Rolle dabei die Kirchen spielen.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Marcel Luthe

      Abschiebungen nach Afghanistan

    • Kontrafunk im Gespräch mit Manfred Haferburg

      AKW-Abwrackung

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Collin McMahon

      Meinungsfreiheitskonferenz in London

    • Kontrafunk-Kommentar von Uwe Jochum

      Die Kirche und die Nächstenliebe in Zeiten der Masseneinwanderung

      Nach den Zuwächsen für rechte Parteien bei der Wahl für das EU-Parlament ist ein neuer Ton in die Debatte um die illegale Masseneinwanderung gekommen. Plötzlich bewegen sich die Dinge auch hierzulande, und es sieht beinahe so aus, als würde man allmählich von den Worten auch zu Taten übergehen und Abschiebemaßnahmen einleiten wollen. Nur diejenigen, die das Ganze aus einer moralischen Warte sehen, bleiben dabei, Ausschaffungen in Länder, die aus welchen Gründen auch immer als „nicht sicher“ gelten, zu kritisieren. Zu diesen Kritikern gehört die katholische Kirche in Deutschland. Sie hat mit dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße einen Flüchtlingsbeauftragten und einen Vorsitzenden der bischöflichen Migrationskommission. Was er sagt, darf als von der Amtskirche approbierte Haltung zur Flüchtlingsfrage gelten. Und Heße sagte der Katholischen Nachrichtenagentur dieser Tage angesichts des Mannheimer Messerattentats, dass die Abschiebung von straffällig gewordenen Afghanen und Syrern in ihre Heimatländer „überaus kritisch zu betrachten“ sei.

      Das fügt sich in die generelle Ansicht der katholischen Kirche zur Frage der illegalen Massenmigration. Für die Kirche, so sagt uns Heße, ist die Aufnahmekapazität Deutschlands noch lange nicht erreicht. Vielmehr komme es darauf an, den „Schutzsuchenden“, wie Heße die illegalen Migranten nennt, „eine konkrete Perspektive für gesellschaftliche Teilhabe“ zu bieten. Daher weigert sich Heße und weigert sich die Deutsche Bischofskonferenz, überhaupt von einer Flüchtlingskrise zu sprechen. Stattdessen merkelt der Flüchtlingsbischof lieber ein bisschen und sagt, wir sollten uns „der Herausforderung stellen und sagen: ‚Wir kriegen das hin‘“. Und damit klar ist, wogegen sich das „Hinkriegen“ stellt, ergänzt er sicherheitshalber dies: „Wer die Aufnahme von Flüchtlingen in erster Linie als Bedrohung darstellt, spielt den Populisten in die Karten. Wir brauchen lösungsorientierte Ansätze. Dazu gehört auch ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel, der die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Menschen ins Zentrum rückt.“ Man kann das alles gerne so sehen. Aber dann sollte man den Menschen auch sagen, dass diese Haltung durch das christliche Gebot der Nächstenliebe nicht gedeckt ist.

      Nächstenliebe, dieses von der Kirche schwer missbrauchte Wort, ist die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes agape, das praktisch nur im Neuen Testament vorkommt. Es hat mit „Liebe“ in unserem heutigen Sinn nicht das Geringste zu tun. Das heißt, agape meint nicht die sympathiegetragene Zuneigung zu einem anderen Menschen — das wäre griechisch philia. Agape meint auch nicht die Emotionen und das die Sinne durcheinanderwirbelnde Hingezogensein zu einem anderen Menschen, das wäre griechisch eros. Was also meint agape? Es meint die solidarische Zuwendung zu einem Menschen, der in unserem direkten Umfeld in eine Situation geraten ist, in der er alleine nicht mehr weiterkann und Unterstützung braucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Die klassische Stelle, die das im Neuen Testament erläutert, ist die Geschichte vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium. Die Geschichte geht so: Auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho wird ein Mann von Räubern überfallen, ausgeraubt und schwer verletzt liegengelassen. Zwei Menschen kommen vorbei, beide stehen im Dienst des Tempels in Jerusalem, aber beide helfen nicht. Erst ein vorbeikommender Samariter hilft: Er versorgt den Verletzten und bringt ihn nach der Erstversorgung in eine Herberge, wo der Samariter Geld dafür gibt, dass der Verletzte gesundgepflegt wird. 

      Wenn diese Geschichte die beste Illustration für christliche Nächstenliebe ist, dann lernen wir aus ihr das Folgende: Nächstenliebe heißt nicht, dass wir uns um irgendwen hinter den Bergen kümmern, von dessen Not wir vielleicht gehört haben; wir kümmern uns stattdessen um den Menschen, der uns auf unserem Weg hier und jetzt begegnet und unsere Unterstützung braucht. Wir nehmen den Hilfesuchenden auch nicht mit nach Hause und spendieren ihm auf unbegrenzte Zeit freie Kost und Logis, sondern wir übergeben ihn jemandem, der den Verletzten wieder auf die Beine bringt. Diese direkte Hilfe bezahlen wir gerne, eine lebenslange Rente für Gesunde bezahlen wir nicht. Das Lukasevangelium beendet diese kleine Geschichte mit den Worten: Der Samariter habe durch sein Handeln „das Werk der Barmherzigkeit“ getan. Dieses konkrete Werk der Barmherzigkeit ist konkrete Nächstenliebe. Alles andere sind Überforderungen und realitätsblinde Moralappelle.

    Kommentare
    Kantapperkantapper
    Was Herr Jochum so trefflich (mir pers. aber noch viel zu dezent) in die Diskussion bringt:

    Die bigotten, heuchlerischen Pfaffen.
    Ins Land hereingelockten Messerbarbaren und anderes hoch- bis höchstkrimin ellem Gekreuch aus den schlimmsten Ecken der Welt wollen sie eine „Teilhabe“ ermöglichen, ach!, aber AfD-Mitglieder erklären sie zur schwefligen Pest! Die eigenen Landsleute, und dann dazu auch noch die eigenen Kirchenleute!
    PFUI TEUFEL!

    Er nu wieder
    Noch eine Ergänzung zum Kommentar von Uwe Jochum:

    Das Evangelium richtet sich direkt an die Menschen, an die Individuen, an die Christen in ihrer konkreten Lebensführung:
    ICH soll Sympathie für mein Gegenüber aufbringen, auch wenn ich ihn vielleicht menschlich unsympathisch finde.
    DU sollst deine Mitmenschen grundsätzlich wohlwollend behandeln, hier und jetzt, in dieser konkreten Situation.

    Der Gedanke, diese NÄCHSTEN-Liebe (nicht "Fernsten-", nicht "Übernächsten-", nein, sondern NÄCHSTEN-Liebe) an einen Sozialstaat outsourcen zu können, ist an sich schon absurd.

    Denn die Nächstenlieb e ist konkret, menschlich, unmittelbar von jedem Einzelnen als Glaubenspflicht im eigenen Alltag als praktizierte Liebe zu leben, und nicht in abstrahierter Form, also in Form von Geldzahlungen, an den Wohfahrtsstaat zu delegieren.

    Ortelsburg
    Zum Kommentar von Uwe Jochum: Die evangelische Kirche ist doch genauso realitätsblind. Unterhält sie nicht sogar Schlepperschiff e?
    Kantapperkantapper
    Informieren Sie sich mal über eine gewisse Frau Göring-E. (Stichwort Lebensgefährte), die EKD und der ganzen Schleppermafia. Das Netz ist voll von Informationen darüber (bitte seriöse Q. nutzen ;-)).

    Ansonsten Buchtipp: "Die Asylindustrie" v. Udo Ulfkotte (Kopp-Verlag, 2015 [sic!] )
    Sie werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

    Nur so viel aus dem Buch:
    ........ "Die SPD-Bundestagspolit ikerin Bärbel Bas [sic!] ist Mitglied der AWO Duisburg. [Quelle 136, hochgestellt]"
    ........ "Neben den genannten neuen Mitgliedern engagieren sich folgende Persönlichkeite n im Kuratorium von 'Aktion Deutschland Hilft': Dr. Frank-Walter Steinmeier [sic!] (Vorsitzender/Außenministe r) ..."
    ....... "Prantl [sic!], der sich in der Süddeutschen Zeitung für Asylbewerber und Flüchtlinge einsetzt und in Massen Flüchtlinge in der EU ansiedeln will (»müssen in EU-Staaten angesiedelt werden« [Quelle 189, hochgestellt]), ist zugleich auch Schirmherr der Refugee Law Clinic Munich e.V. [Quelle 190, hochgestellt] Die gibt Asylbewerbern kostenlose Rechtsberatung [Quelle 190, hochgestellt], wie man aus dem deutschen Rechtsstaat das Maximum herausholen kann."

    Nochmals: Sie werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

    Versteylen
    JULIAN ASSANGE IST FREI!!!!!!!

    https://www.epochtimes.de/politik/ausland/deal-mit-den-usa-wikileaks-assange-auf-dem-weg-in-die-freiheit-a4756228.html?utm_source=nl-breaking-subs&src_src=nl-breaking-subs&utm_campaign=nl-breaking_2024-06-25&src_cmp=nl-breaking_2024-06-25&utm_medium=email&utm_content=PZJVhGgJt~177

    Ich hatte um 9 die KF-Nachrichten verpasst, werde diese also erst um 10 hören - und hoffe, wenigstens DORT ist das Thema...

    Kantapperkantapper
    Habe kaum geglaubt, was ich heute dazu erstmals auf RT.de gelesen hatte.
    Aber es ist tatsächlich wahr. Muss ehrlich sagen, dass mir da still ein paar ziemliche Tränchen der größten Erleichterung und des freudigen Mitgefühls entkullert sind.

    Tja und dann habe ich mir in meiner täglichen "medialen Von-Links-nach-Rechts-alles-Lektüre" auch die ganzen linken oder linkslastigen KLOAKEN angeschaut (v. a. taz, FR, KStA, Tagesschau):

    Da haben es doch diese FEIGLINGE allesamt in dreckigster, katzenfreundlic her Manier gewagt, plötzlich über Assange zu schreiben, und wie sie der Freilassungs-Deal doch freut ... diese gottverflu..*piiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiep*

    Ich vermute, dass Assange zwar ein halbwegs freier Mann werden können wird ...
    ... aber man schaue sich z. B. das Schicksal von Salman Rushdie an.

    Diese weltvorbildlich en, rechtschaffenen , aber geschundenen Menschen werden zeit ihres hoffentlich langen Lebens nur noch in größter Angst und Sorge verbringen können. Weil sie niemand wirklich rehabilitiert. Das ist das Widerliche daran.

    Möge Gott zeitlebens über den einzigartigen Julian Assange und seine Familie wachen und ihn beschützen.


    Frank
    Zum Kommentar von Herrn Jochum: sehr gut erklärt, warum die katholische Kirche das Wort Nächstenlieb e missbraucht. Das Verb "merkeln" wird bleiben von einer Kanzlerin, die niemand wollte, die uns die Freiheit schenkte, im Land Mauern und Grenzen zu errichten als Schutz vor feindlichen Kulturen. “Fremdenfe indlichkeit ist eine der Grundlagen des Koran, der Hadithe und der islamischen Gesetzestexte. Gegenüber Ungläubigen gilt keinerlei Toleranz. Sie sollen geschlagen oder getötet, wenigstens unterworfen und versklavt, im günstigsten Fall zu Schutzgeldzahlu ngen gezwungen werden. ” (Ch. Noll) Diese Zusammenhänge sind leicht zu begreifen, wenn man die Grundlagentexte dieser Religion studiert und jeden Tag wundere ich mich, warum Politiker, Journalisten und die ganze Öffentlichk eit dieses Thema nicht sehen will bzw. Diskussionen darüber aggressiv ablehnt. Wenn ich Herrn Luthe heute höre, weiß ich warum und ich durchschaue ihre verharmlosenden Taktiken, die auf allen Ebenen gezogen werden. Warum ist das so? Franz Werfel 1946!:„Zwischen Weltkrieg II und Weltkrieg III drängten sich die Deutschen an die Spitze der Humanität und Allgüte. Und sie nahmen das, was sie unter Humanität und Güte verstanden, äußerst ernst. Sie hatten doch seit Jahrhunderten danach gelechzt, beliebt zu sein. Und Humanität schien ihnen jetzt der bessere Weg zu diesem Ziel. Sie fanden diesen Weg sogar weit bequemer als Heroismus und Rassenwahn. So wurden die Deutschen die Erfinder der selbstlosen Zudringlichkeit ."
    Frank
    Zum Interview mit Marcel Luthe: jetzt ist es also nicht der Islam, sondern der afghanische männliche Ehrenkodex, der hauptsächlich schuld sein soll an der hohen kriminellen Enerigie von afghanischen Männern. Ich habe für diese unglaubliche Mischung aus Verachtung für Frauen und Ungläubige nur eine Ursache als Triebkraft: der Islam als eine zutiefst männliche, andere, vor allem Frauen unterdrückende Religion, dessen kultureller Beitrag für westliche Gesellschaften bei -100 liegt. Sie sind bis auf ganz wenige Ausnahmen niemals kompatibel und es gibt Länder, die nicht unter dem deutschen Wiedergutmachun gswahn leiden, welche das erkennen und niemand einreisen lassen aus den islamischen Kulturkreisen, z.B. Japan. Dabei unterscheiden sich Männer aus Syrien oder Ägypen nur marginal von afghanischen, wenn sie z.B. dem sunnitischen oder schiitischen Islam angehören. Marcel Luthe relativiert auf eine Art und Weise, die bei der FDP bekannt ist, sind dort doch eine Reihe von Politikern schon immer mit Arabien besonders eng gekoppelt. Für mich immer ein Hauptgrund, diese Partei niemals zu wählen. Herr Luthe sollte intensiv dieses Buch studieren, von Burkhard Hofmann: "Und Gott schuf die Angst, ein Psychogramm der arabischen Seele."

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    Kirche und Nächstenlieb e.
    Wird die Lösung eines Problems angestrebt, jedoch in dieser Auseinandersetz ung keine sachliche Vernunft zugelassen, stattdessen
    mit moralischen Argumenten jongliert, sollte man für ein Streitgespräch nicht zur Verfügung stehen.


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