Flg.35: Rauswerfen als Gruppensport

Erstausstrahlung: Sonntag, 04.09.22, 07:05 Uhr

Die Publizisten Gudula Walterskirchen, Claudio Zanetti und Kolja Zydatiss diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die folkloristischen Aspekte der Cancel Culture, über die Ankündigung Annalenas der Großen, sich um die Deutschen zu foutieren, aber Russland zu ruinieren, über den gestorbenen Konkursverwalter des Sowjetreiches Gorbatschow sowie über die lebenden Experten für Energiemarkt und Militärmacht Habeck und Scholz.

Kommentare
Respekt
Liebes KF-Team, mich würde sehr interessieren mal die Rolle der Beratungsfirmen in der Politik zu beleuchten. Auch gerade bei all den Fehlentscheidungen - ob durch Unfähigkeit (da sollten doch die Beratungsfirmen helfen bei den Milliarden an Bezahlung) oder durch Ideologische Verbrähmtheit (da sollten doch die angloamerikanischen Beratungsfirmen auch Einflußnehmen, oder ?) Vielen Dank für einen Einblick in diese Thematik. Mit bestem Gruß, Norbert Steinke
Joama
Die Abschaffung der Demokratie und Meinungsfreiheit beginnt mit Aussagen, die auf den ersten Blick plausibel klingen und denen man schwer widersprechen kann: „Antisemitismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“; „Transfeindlich keit ist keine Meinung sondern Menschenverachtung“; „Hass ist keine Meinung“ u.s.w. – Es wird also keineswegs die Meinungsfreiheit abgeschafft, sondern nur solche Meinungen verboten, die nach Ansicht der Herrschenden keine Meinungen sind. Es wird ja auch nicht die Demokratie abgeschafft, sondern nur Politiker ausgeschlossen, die keine Demokraten sind.

Wer bestimmt, was antisemitisch, was transfeindlich, was Hass ist, wer Demokrat ist und wer nicht? – Klar: diejenigen, die die Macht dazu haben, weil sich niemand zu widersprechen traut. Der Bevölkerung wird die nackte Machtpolitik verkauft, als stünde eine höhere moralische Wahrheit dahinter. So gleiten wir mit bestem Gewissen und erschreckend wenig Widerstand in die totalitäre Diktatur.

Denken ist Glückssache
Ich zitiere mal aus einen Artikel auf ef:

"Der Deutsche aber verwechselt das Nachdenken traditionell mit Nachahmung dessen, was der Regel- und Verbotskatalog des präpotenten Schnüffelstaats als akzeptables Verhalten vorgibt, und er weiß es mit dem günstigsten aller „Argumente“ zu rechtfertigen: „Alle machen das so; das weiß man doch.“
[...]
Die Mehrheit der Deutschen konnte vor dem Dritten Reich nicht denken (sonst hätte es selbiges ja nicht gegeben). Und sie konnte es auch danach nie (sonst wären uns DDR und neuer Sagrotan-Stalinismus erspart geblieben). Dass die nützlichen System-Idioten, auch bekannt als „Liberalkonserv ative“, sich das Deutschland der 80er oder 90er Jahre zurückersehnen, ist bloß die romantische Verklärung einer Epoche, die es nie gab. Ein Phantom."

P.S.:
Ich möchte noch Frau Walterskirchen in einem Punkt widersprechen:
Selten in der Geschichte haben die Regierungen die Bevölkerung so perfekt repräsentiert wie diese. Das ist ja das eigentliche Problem.


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