Flg.34: Wandlitz in der Luft

Erstausstrahlung: Sonntag, 28.08.22, 07:05 Uhr

Matthias Burchardt, Philosoph und Essayist, Alexander Meschnig, Psychologe und Politologe, sowie Silke Schröder, Unternehmerin und Galionsfigur der Berliner Salonkultur, diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Frage, was es noch braucht, damit wir uns nicht mehr von Leuten terrorisieren lassen, die Winnetou oder das Café Mohren abschaffen wollen, die sich an Straßen und Gemälde kleben oder uns sinnlose Masken aufzwingen. Werden „5 bis 10 schwierige Winter“, von denen der belgische Premierminister spricht, den kulturellen Bürgerkrieg beenden oder verschärfen?

Kommentare
shepstone
Es ist ja unbedingt notwendig, sich über die Gründe für diese geradezu absurde, selbstzerstörerische Politik Gedanken zu machen. Ein weiteres Gedankenspiel: Vielleicht braucht man den Aufstand der Massen , um als Argument gegen das Diktat der USA: „Nordstream 2 ist aus und vorbei!“ genau solche Massenunruhen ins Feld zu führen und die Gasleitung trotz Befehls des Hegemons zu benutzen. Dass diese betriebsbereite 11-Milliarden-Investitution brach liegt, Deutschland deshalb frieren muss und sich selbst ruiniert ist doch irre.– Nein, für so dämlich halte ich selbst diese rot-grün-gelben Regierungsdilettante n nicht. Ist irgendwie meine Hoffnung, denn ansonsten...
Winger1993
Nach der heutigen Sendung weiß ich, hier stimmt etwas nicht. Um es mit Herrn Orban zu sagen:" Wir brauchen weniger Philosophen sondern mehr Bau,-Stahl,-oder Bergarbeiter. Menschen die tagtäglich dem stattfindenden Drama begegnen und eine leicht verständliche Sprache sprechen.
Joama
Im Allgemeinen wird gesagt, die Mainstream-Medien seien regierungstreu. Ich halte es für realistischer, das umzudrehen: die Regierung ist medientreu! Es ist wie die Frage nach Henne und Ei. Meines Erachtens waren die grün dominierten Medien vor der grün dominierten Politik da. In der Ära Kohl sind die Medien nämlich keineswegs regierungsnah gewesen. Helmut Kohl hat ständig Kontra aus den Medien bekommen und nicht zuletzt deshalb die Einführung des Privatfernsehens forciert. Erst unter Merkel erfolgte der Schulterschluss zwischen Medien und Regierung, weil Merkel eben die Grüne Politik machte, die die Medien wollten. Warum haben sich SPD, FDP und CDU vollständig der Grünen Agenda und Rhetorik unterworfen? Um von den Medien akzeptiert zu werden! Die Medien sind – an der Demokratie vorbei – von der vierten zur ersten Gewalt geworden.
Joama
Wenn der Deutschlandfunk den Kontrafunk als „rechts“ und „AfD-nah“ framt, statt sich inhaltlich mit ihm auseinanderzusetzen, dann zeugt das vom kläglichen Niedergang eines bedeutenden Kultursenders, den ich jahrzehntelang gehört und von dem ich mich nur schweren Herzens verabschiedet habe. Dass Müller-Ullrich Redakteur beim Deutschlandfunk war und etwas von der ehemaligen Qualität dieses Senders mitbringt, macht mich dem Kontrafunk besonders gewogen.

Ich habe manchmal etwas Hemmungen, den Kontrafunk in meinem Bekanntenkreis zu empfehlen, wegen der im Gespräch erwähnten „Einseitigkeit“. Aber diese Einseitigkeit wird dem Kontrafunk aufgezwungen durch die Einseitigkeit der Mainstream-Medien, deren blinde Flecken zu beleuchten und deren Cancel-Culture auszugleichen seine Aufgabe ist. Wolf Biermann hat einmal sinngemäß seinen wohlmeinenden Kritikern vorgehalten: „Ihr sagt, ich gehe zu weit. – Wenn ihr entschieden zu kurz geht, muss ich eben hin und wieder zu weit gehen...“

Seb78
Ich frage mal nach. Welche Einseitigkeit genau? Es ist ein vorgeschobenes Argument um den Diskussionen schlichtweg aus dem Weg zu gehen.
Joama
Der Kontrafunk hat nicht die Kapazität um ein „Allerweltsprog ramm“ zu machen wie die anderen hochdotierte Sender. Er muss sich auf politisch kontroverse Themen beschränken, in denen dann jeweils die Sichtweise beleuchtet wird, die in den Mainstream-Medien unter den Tisch fällt. Natürlich kommen im Kontrafunk auch nicht diejenigen Protagonisten zu Wort, die im Mainstream überall zu sehen und zu hören sind. Dieses Programm „auf Lücke“ kann den Eindruck der Einseitigkeit erwecken, auch wenn es sich ganz logisch aus der Funktion des Kontrafunks als Korrektiv ergibt.

Etwas mehr Probleme habe ich persönlich mit den durch die Bank sehr radikalen, kompromisslosen Äußerungen zu Corona. Das grenzt zuweilen an Extremismus. Ich selber, der ich dazu keine so klare Meinung habe, kann das gut verkraften. Aber ich weiß, dass ein Großteil meiner Bekannten diese radikalen Positionen nicht akzeptieren und deshalb den Kontrafunk ablehnen würden.

Denken ist Glückssache
Was sind den "radikale, kompromisslose" Äußerungen zu Corona? Das eine "Pandemie" nie stattgefunden hat? Kann jeder mit einem Blick aus dem Fenster feststellen. Ich warte immer noch auf die Bulldozer die die Leichenberge zusammenschieben.
Der Großteil Ihrer Bekannten kann das nicht deswegen nicht akzeptieren, weil das "Radikal" ist, sondern weil das ihr Selbstverständnis nicht aushält.
Was auf eine infantile, also nie erwachsen gewordene Psyche hinweist. Die sind eh nicht "zu retten", sondern werden immer die Ge- und Verbrauchsmasse der Eliten sein.

Ich empfehle hierzu das Interview von Kaiser mit Raymond Unger über sein Buch „Vom Verlust der Freiheit“. Da werden die psychologischen Wirkmechanismen hervorragend dargestellt.


Seb78
Ich war von der Diskussionsrunde doch etwas enttäuscht.
Spätestens Corona hat gezeigt, dass sämtliche "Institutionen" eines demokratischen Rechtsstaats schlicht weg nicht mehr funktionieren. Hieran trägt Merkel die Hauptverantwortung. Ob Forschung, Medien, Justiz etc. Und die Ampel setzt diesen Kurs selbstverständlich fort. Auf was Dr. Burchardt wartet ist mir schleierhaft, wenn er meint er hätte vor innerem Unfrieden Angst. Auch das allseits "wir sind vom russisches Gas Abhängig". Als Ingenieur muss ich da lachen. Hätten wir 100% Atom und es wäre irgendwas, dann wär das Geschrei in die andere Richtung. Leider ist man beim Kommentar limitiert. Deutschland HAT schon fertig und das Problem ist, dass alle zusehen. Im Oktober ist dann Schluss. Und das andere Problem ist, dass wir von I**** regiert werden, welche durch die Medien nicht mehr kontrolliert max. begleitet werden. Ich könnte jetzt noch Zeilen weiterschreiben.......

Miguel
Ich bin da genauso enttäuscht. Das läuft jeden Sonntag gleich. Jammern und wieder jammern.
Dabei könnte man sich doch mal über die Meta-Strukturen von Herrschaft Gedanken machen. Dann erkennt jeder Dummkopf was und warum es so läuft. Es wird völlig klar, warum Politiker immer dümmer werden und warum sie gezwungen sind gegen ihr Volk zu arbeiten. Es gibt nur die Wirtschaft, die Leistungen erbringt. Und wenn die egoistische Regierung immer mehr davon für sich beansprucht, was sie dürfen, denn die Gesetze machen die Herrschenden, die auch die Steuern kassieren, dann reicht es eben nicht mehr für alle und das Volk muss halt gehorchen. So waren und sind die Regeln in allen Mafia-Systemen, die auch immer alle zyklisch aus genau diesen Gründen zusammenbrechen.
Hier zum nachsehen:
https://odysee.com/Selbstherrschaft-jetzt-11-720:a
Da wird ein Vorgehen vorgestellt, das uns in die moralisch überlegene Position gibt. Eine Aufgabe für Kontrafunk die Revolution anzuführen. Fürchte der Mut fehlt.

Ortelsburg
Ich war nicht enttäuscht. Ich habe auch keine Lobhudelei für die Institutionen gehört.

Melde Dich zum Kommentieren im Login-Bereich an, um kommentieren zu können.

Weitere Sendungen: Sonntagsdiskussion

  • Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich (Flg.38): Wehe, ihr wählt anders
    25.09.2022 07:05

    Die Publizisten Sven Böttcher, Stefan Millius und Karl-Peter Schwarz diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die gegenüber Italien, Ungarn und Polen rohrstockschwingende EU, über die Heimtücke der Covid-Gesetze und über den zufälligen Zukauf neuer Kern- und Kohlekraftwerke in Skandinavien durch die deutsche Regierung. Außerdem geht es um Spitzel, die andere Spitzel bespitzeln und unbehelligt Straftaten begehen – alles namens und im Auftrag eines ehemaligen Rechtsstaats namens Bundesrepublik Deutschland.

  • Flg.37: Die FDP2-Masken aufsetzen!
    18.09.2022 07:05

    Die Buchhändlerin und Verlegerin Susanne Dagen, der Finanzwissenschaftler Prof. Stefan Homburg und der Blogger und Fotograf Roger Letsch diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den schockierenden Hirninfarkt der deutschen Liberalen, über schwedische und italienische Wahl-Menetekel, über afrikanische Erfinder, die an rassistischer Physik scheitern, aber von einer tapferen ARD-Korrespondentin Beistand erhalten, sowie über den Zusammenhang zwischen Infektionsgeschehen und Meinungsgeschehen. 

  • Flg.36: Die nächsten Stromrechnungen
    11.09.2022 07:05

    Der Journalist Wolfgang Koydl (Weltwoche), der Unternehmer und Blogger Gerald Markel sowie der Rechtswissenschaftler und Publizist Ulrich Vosgerau diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Entlastungspakete, Zufallsgewinnabgaben und die dümmste Regierung Europas. Es geht um die Frage, was passiert, wenn in einem halben Jahr 50 Millionen Deutsche das tägliche Leben nicht mehr bezahlen können.

  • Flg.35: Rauswerfen als Gruppensport
    04.09.2022 07:05

    Die Publizisten Gudula Walterskirchen, Claudio Zanetti und Kolja Zydatiss diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die folkloristischen Aspekte der Cancel Culture, über die Ankündigung Annalenas der Großen, sich um die Deutschen zu foutieren, aber Russland zu ruinieren, über den gestorbenen Konkursverwalter des Sowjetreiches Gorbatschow sowie über die lebenden Experten für Energiemarkt und Militärmacht Habeck und Scholz.

  • Flg.34: Wandlitz in der Luft
    28.08.2022 07:05

    Matthias Burchardt, Philosoph und Essayist, Alexander Meschnig, Psychologe und Politologe, sowie Silke Schröder, Unternehmerin und Galionsfigur der Berliner Salonkultur, diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Frage, was es noch braucht, damit wir uns nicht mehr von Leuten terrorisieren lassen, die Winnetou oder das Café Mohren abschaffen wollen, die sich an Straßen und Gemälde kleben oder uns sinnlose Masken aufzwingen. Werden „5 bis 10 schwierige Winter“, von denen der belgische Premierminister spricht, den kulturellen Bürgerkrieg beenden oder verschärfen?

  • Flg.33: Frieren für die ARD
    21.08.2022 07:05

    Die Publizisten Peter Hahne, Gunnar Schupelius und Gunter Weißgerber diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den deutschen Kanzler, der von seinem antisemitischen Besucher in Berlin überfordert ist, über die Korruption in den Rundfunkanstalten, wo sich die Kontrolleure selber kontrollieren, über galoppierende Gaspreise, die jetzt dazu führen, dass Stickstoff aus Russland eingeführt werden muss sowie über die obstinate Verwendung des Wortes „Starkregen“ im Wetterbericht.  

  • Flg.32: Zwei Fahrer mit Massagesesseln
    14.08.2022 07:05

    Die Publizisten Birgit Kelle, Ralf Schuler (bis dato Leiter der Parlamentsredaktion von BILD) und Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Redaktionen, die fest an der Seite von irgendwas stehen, über eine Krankenschwesterin im öffentlich-rechtlichen Sprachgebrauch, über den postfaktischen Totalitarismus der LGBTQIA2S+-Aktivisten, über die USA als Hort oder Orkus westlicher Werte sowie über das Attentat auf Salman Rushdie.

  • Flg.31: Schmutz im Spiegel
    07.08.2022 07:05

    Vera Lengsfeld (früher CDU-Politikerin), Dirk Pohlmann (Filmemacher und Publizist) sowie Karl-Peter Schwarz (ehem. Balkankorrespondent der FAZ) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Konservatismus, die Lage auf dem Balkan, den Einzigartigen Deutschen Infektionsschutz, den kommenden Politikwechsel in Italien und die Jämmerlichkeit des Friedrich Merz. 

  • Flg.30: Gegen das Erinnern
    31.07.2022 07:05

    Alexander Christ (Rechtsanwalt und Publizist), Prof. Stefan Homburg (Finanzwissenschaftler) und Erika Steinbach (Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über von politischen Missetätern halluzinierte Todeslisten, über Provokateure in den Reihen der Regierungskritiker, über Affenpocken als Corona-Streckbetrieb sowie über die mondäne Eleganz einer sektschlürfenden Ministerin im Kriegsgebiet.

  • Flg.29: Sonst Volksaufstände
    24.07.2022 07:05

    Der Germanist und Erziehungswissenschaftler Prof. Peter J. Brenner, der Rechtsanwalt und Publizist Carlos A. Gebauer und der Journalist Wolfgang Koydl (Die Weltwoche) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Abschiede von Boris Johnson und Mario Draghi, die praktische Gleichwertigkeit von Maskenpflicht und Tempolimit, die Regierungsmethode „Management by panic“ sowie die Menschendressur mit Hilfe von QR-Codes.

  • Flg.28: Gas zur Genüge
    17.07.2022 08:05

    Die Publizistin Bettina Röhl, der Blogger und Fotograf Roger Letsch sowie der Unternehmer und Blogger Gerald Markel diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Unterschiede der Energieversorgung zwischen Deutschland und Österreich, über den westeuropäischen Hurra-Bellizismus, der einstige „Friedenskämpfer“ zu intellektuellen Verrenkungen nötigt, und über einen Umstand, der den Corona-Impfdruck möglicherweise entschärft: die von den Regierungen eingekauften Spritzen sind bereits bezahlt; für die Pharma-Industrie dürfte das Kapitel damit erledigt sein.

  • Flg.27: Hallo Wirklichkeit
    10.07.2022 13:14

    Die Publizisten Matthias Burchardt, Cora Stephan und Ulrich Vosgerau diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die versemmelte Wahl in Berlin, über duldungspflichtige Soldaten und über das Sylter Hofzeremoniell zu Ehren eines politischen Ehrgeizlings und Umfallers. Außerdem geht es um die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Treibstoffe sowie von Selbstmördern in Vorturner, womit die deutsche Politik an sich gemeint ist.

  • Flg.26: Die feixende Meute
    03.07.2022 17:56

    Die Publizisten Hendrik Sodenkamp, Roland Tichy und Markus Vahlefeld diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Gemeinschaftsstandards, die von Staaten und Konzernen vorgegeben werden, über den vorsätzlichen Datenmangel bei der offiziellen Evaluierung der Corona-Maßnahmen und über das Amüsement der Journalistenhorde, als der deutsche Bundeskanzler eine ausländische Fragestellerin auf grobe Weise abfertigte.

  • Flg.25: Unpünktlicher Untergang
    26.06.2022 17:56

    Marc Friedrich (Finanzexperte und Buchautor), Dirk Pohlmann (Dokumentarfilmer und Journalist) und Henning Rosenbusch (Kontrafunk-Redakteur und Fotograf) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den kommenden Kriegswinter, die bevorstehende Gas-Triage und die gegenwärtige Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft durch staatskapitalistische Großkonzerne und deren willige Vollstrecker in Medien, Wissenschaft und Politik. Außerdem geht es um die Frage, wie die Stunde der Wahrheit immer wieder hinausgeschoben werden kann.