Flg.32: Zwei Fahrer mit Massagesesseln

Erstausstrahlung: Sonntag, 14.08.22, 07:05 Uhr

Die Publizisten Birgit Kelle, Ralf Schuler (bis dato Leiter der Parlamentsredaktion von BILD) und Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über Redaktionen, die fest an der Seite von irgendwas stehen, über eine Krankenschwesterin im öffentlich-rechtlichen Sprachgebrauch, über den postfaktischen Totalitarismus der LGBTQIA2S+-Aktivisten, über die USA als Hort oder Orkus westlicher Werte sowie über das Attentat auf Salman Rushdie.

Kommentare
Prinz
Vielen Dank für diese Diskussion mit vernünftigen Menschen. Das baut mich wieder auf und gibt mir wieder Zuversicht. Diese wirren Zustände in unserem Land, lassen mich doch manchmal verzweifeln.
wolfgang.altpeter
Eine interessante und kurzweilige Sendung. Eine für dieses Format teilweise recht kontrovers geführte Diskussion, welche aber immer fair blieb. Gleich zu Beginn hat Walter van Rossum gezeigt, dass er kein Freund des Springer-Verlages ist seine Mitdiskutanten etwas provoziert. Ralf Schuler blieb sehr gelassen und hat seine Beweggründe für den Weggang von der Blöd gut erklärt. Interessant wurde es auch wieder am Ende des Gespräches als Walter van Rossum sein Bild vom Hegemon verdeutlichte, was Birgit Kelle wiederum auf die Palme brachte.
shepstone
Walter von Rossum machte diese Folge noch einigermassen erträglich. Nachdem Frau Kelle einen Allgemeinplatz, eine Pauschalierung nach der anderen abliess, führte sie dann auch noch Kindergartenniveau “Nun nennen Sie mal ein Gutes?” in mehrfacher Kleinkindermanier ein. Der ehemalige BILD- Mann Ralf Schuler möchte uns Max Goldt vergessen machen, der über die BILD klassisch konstatierte:

„Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“

Ok, Schuler hat gekündigt. Das entschuldigt natürlich nicht 15 Jahre Mitarbeit an dieser Dreckschleuder, aber ich bin nicht nachtragend.

Yes Taboo
Interessantes Gespräch mit vernünftigen Gedanken aller Teilnehmer.
In der Causa LGBTQ-Aktivismus des Springer-Konzerns habe ich jedoch eine wichtige Information vermisst. Seit 2019 ist das Medienhaus Axel Springer Teil des Portfolios von Amerikas größter Investmentgesellscha ft KKR.
Ich selbst habe beruflich mit einer Firmengruppe zu tun, ich nennen sie hier XYZ, die zum KKR-Portfolio gehört und Industrieprodukte verteibt, sich also in einer unpolitischen Branche betätigt. Trotzdem sind viele Social-Media-Posts von XYZ Bekundungen zu LGBTQ und anderen woken Themen. Man könnte argumentieren, dass die Manager von XYZ sich woke geben, der Investor KKR damit nichts zu tun hat. Nach einem Besuch des CEO von XYZ in meiner Firma, bei dem auf eine Unternehmenspräsentation eine minutenlange KKR-Lobhudelei folgte, schließe ich das aus und gehe davon aus, dass auch bei Axel Springer wichtige Entscheidungen vom Anteilseigner KKR vorgegeben und von Mathias Döpfner nur noch umgesetzt werden.


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    Marc Friedrich (Finanzexperte und Buchautor), Dirk Pohlmann (Dokumentarfilmer und Journalist) und Henning Rosenbusch (Kontrafunk-Redakteur und Fotograf) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über den kommenden Kriegswinter, die bevorstehende Gas-Triage und die gegenwärtige Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft durch staatskapitalistische Großkonzerne und deren willige Vollstrecker in Medien, Wissenschaft und Politik. Außerdem geht es um die Frage, wie die Stunde der Wahrheit immer wieder hinausgeschoben werden kann.